Vom französischen Nachbarn lernen: Kommission Verlässlicher Generationenvertrag zum Austausch mit dem französischen Hochkommissar für die Rentenreform in Paris

Am 28. März 2019 sind Vertreter der Kommission Verlässlicher Generationenvertrag nach Paris gereist, um mit dem französischen Hochkommissar für die Rentenreform, Jean-Paul Delevoye, in den Dialog zu treten.

Mit dem Ziel, sich zur Kommissionsarbeit und den Herausforderungen des Rentensystems in den beiden Ländern auszutauschen, hat das Treffen zwischen dem französischen Hochkommissar und den Mitgliedern der Kommission Verlässlicher Generationenvertrag im französischen Sozialministerium stattgefunden.

Die Vorsitzenden der Kommission Verlässlicher Generationenvertrag, Gabriele Lösekrug-Möller und Karl Schiewerling, lobten den offenen Austausch mit dem französischen Amtskollegen und sehen durchaus einige Parallelen: „Die Ausgangssituation mit den aktuellen und bevorstehenden Herausforderungen ist zwar in den beiden Ländern unterschiedlich, insbesondere die demografische Entwicklung ist in Frankreich deutlich positiver als in Deutschland, aber das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Rentensystems wiederherzustellen und mehr Transparenz für jeden zu schaffen sind sowohl in Frankreich als auch in Deutschland die zentralen Ziele.“

In Frankreich gilt die Vereinfachung und Vereinheitlichung der 42 sektorspezifischen Sondersysteme mit als größte Herausforderung in der aktuellen Reformdiskussion. Daneben werden aber auch Themen wie das abschlagsfreie Renteneintrittsalter und die Anpassung der Renten an die Lohnentwicklung diskutiert und die Notwendigkeit einer höheren Transparenz der Finanzierungselemente thematisiert. Nach den aktuellen Zeitplänen der französischen Rentenkommission soll der Gesetzentwurf im Sommer/Herbst 2019 vorgelegt werden. Die Vorlage des Berichts der deutschen Kommission Verlässlicher Generationenvertrag ist für März 2020 geplant.